Donnerstag, Februar 02, 2006

Halten

»Halten

das heißt
Nicht weiter - nicht näher - nicht einen Schritt
oder heißt Schritthalten
ein Versprechen - mein Wort
oder Rückschau

Halten
dich in den Armen
in Gedanken - im Traum - im Wachen
Dich hochhalten
gegen das Dunkel
des Abends - der Zeit - der Angst

Halten
dich
mich zurück - den Atem an - mich an dich
dich fest
aber nicht
dir etwas vorenthalten

Halten
dein Haar mit zwei Fingern
deine Schultern - dein Knie - deinen Fuß
Sonst nichts mehr halten
keinen Strumpf - keine Reden
keinen Stecken und Stab und keine Münze im Mund«

Dieses Gedicht von Erich Fried bedeutet mir sehr viel. Es drückt Gefühle aus, es drückt Liebe aus, es drückt Herz aus. Huuu, ich liebe es!
Bert Brecht hat jedoch auch ein schönes Gedicht geschrieben, sehr kurz, aber schön:
»Schwächen. Du hattest keine. Ich hatte eine: Ich liebte.«
Ich verbinde damit nichts besonderes, aber ich mag es. Ich sitz hier gerade und bin alleine, wäre doch so gern bei dir, Engelchen. In der letzten Zeit sind so viele Sachen passiert..ich weiß nicht, bin sehr froh, dass sie passiert sind. Denn wären sie nicht passiert, wären wir nicht passiert.

Das war's. Ach, eines noch: Rien ne va plus.

1 Comments:

Blogger Cornelius Cinna said...

weil du sehr sehr tolle texte schreibst.

8:22 PM  

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